IM PORTRAIT: STEPHANIE MACLEOD

Sie ist die erste Master Blenderin der Whiskybrennerei Aberfeldy der Familie Dewar. Seit mehr als zehn Jahren tritt sie den Gegenbeweis an, dass die Welt des Whiskys keine reine Männerdomäne ist und wird dafür von vielen Berufskollegen bewundert und verehrt.

Die Rede ist von Stephanie Macleod, eine Frau, deren Expertise weltweit geschätzt wird. Sie ist eine der wenigen Menschen, die das preisgekrönte Blending Rezept der Abefeldy Whiskys kennt.

Leben

Stephanie Macleod promovierte 1992 an der Strathclyde University in Ernährungswissenschaften. Dort begann sie nach ihrem Studium am Institut für Ernährungswissenschaften zu forschen. Ihr Forschungsschwerpunkt lag bei der Zusammensetzung der unterschiedlichen Aromen. Dabei stieß sie auf das Thema Whisky und entwickelte eine wahre Leidenschaft dafür.

Besonders faszinierten sie dabei die vielen unterschiedlich komplexen Aromastrukturen, sowohl von der sensorisch wahrnehmbaren als auch von der chemischen Perspektive. Nach vier Jahren in der Forschung wurde Stephanie Macleod operativ tätig und stieg sie 1998 in das Unternehmen Aberfeldy der Familie Dewar ein.

Arbeit

Bereits kurz nach ihrem Einstieg übernahm sie einen Posten im Qualitätsmanagement. Sie überwachte dabei die Qualität des Destillats als auch der Verpackung. Ein Jahr später wurde Stephanie Macleod ein fixer Bestandteil des Labors der Whiskybrennerei und etablierte ein eigenes „Sensory Team“.

2004 begann sie die Ausbildung zur Master Blenderin um die Rolle bei Aberfeldy übernehmen zu können, da der ehemalige Master Blender bereit war in Rente zu gehen. Nach abgeschlossener Ausbildung wurde sie 2006 zur Master Blenderin der Whiskybrennerei ernannt. Sie bekleidet damit den 7. Titel der Master Blenderin von Aberfeldy und ist die erste Frau in dieser Position seit Beginn der 170-jährigen Firmengeschichte.

Ihre Rolle als Master Blenderin kommentiert sie so:

“The most important part of my job is ensuring that the flavor profile of our blends and single malt deliver the consistent flavor that our loyal consumers expect”

 

Ihre ersten Blends für Aberfeldy waren der Dewar’s 15, der Dewar’s Legancy und der 30 Years Old Ne Plus Ultra. Außerdem etablierte sie die Malt Whiskys Aultmore, Craigellachie und Royal Brackla.

Im Blending Room trinkt sie ihre Whiskys zuerst neat, also pur ohne Zugabe von Wasser oder Eis, und danach verwässert um den Alkoholgehalt auf 23% herunterzusetzen. Privat ist Stephanie Macleod eher experimentierfreudiger. Oft trinkt sie Dewar’s White Label oder 12 Years mit Ginger Ale und einem Schnitz Zitrone. Und manchmal sogar mit Eis.

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